Berufsschule

Tierpfleger/in

Der Beruf

Tierpflegerinnen und Tierpfleger versorgen in erster Linie Tiere, d.h. sie sorgen dafür, dass es ihren Schützlingen gut geht. Das Füttern und das Säubern der Käfige oder Gehege gehört selbstverständlich ebenso dazu wie die Versorgung von kranken oder verwundeten Tieren.

Tierpflegerinnen und -pfleger arbeiten in Tierärztlichen Hochschulen, Tierhaltungen in Universitäten und privaten Forschungseinrichtungen oder Private Tierkliniken (Fachrichtung Forschung und Klinik), in Zoologischen Gärten, Tierparks, Wildtierauffangstationen, Falknereien oder Aquarien (Fachrichtung Zoo) sowie in Tierheimen, Tierpensionen, Filmtierparks, Hundezuchten oder Hundeschulen (Fachrichtung Tierheim und Tierpension).

Der Beruf der Tierpflegerin bzw. des Tierpflegers verlangt ein hohes Maß an Verantwortungsgefühl und Organisationsvermögen sowie Beobachtungsgabe, aber auch Einfühlungsvermögen im Umgang mit Tier und Mensch. Darüber hinaus sind vielfältige Kenntnisse über biologische Zusammenhänge erforderlich.

Interessante Ausführungen zum Beruf finden sich auch unter Alpha-Bildungskanal - Tierwirt/in.

Die Ausbildung

Die Ausbildung erfolgt dual, d.h. theoretische Grundlagen werden in der Schule vermittelt, die Fachpraxis erlernst Du in den Ausbildungsbetrieben. Der Beruf der Tierpflegerin bzw. des Tierpflegers wird in 3 Fachrichtungen ausgebildet:

  • Forschung und Klinik,
  • Zoo,
  • Tierheim und Tierpension.

Diese werden an der Justus-von-Liebig-Schule von der Grundstufe an in allen drei Lehrjahren in separaten Klassen unterrichtet. Der Unterricht findet einmal in der Woche mit acht bis neun Unterrichtsstunden statt. Die Ausbildungsinhalte entsprechen den Lernfeldern fünf bis neun des Ausbildungsrahmenplanes.

Im zweiten Ausbildungsjahr erfolgt die Zwischenprüfung, im dritten die Abschlussprüfung. Beide Prüfungen bestehen aus einem schriftlichen und einem praktischen Teil. Die schriftliche Prüfung wird von einem zentralen Prüfungsausschuss bundeseinheitlich erstellt.
Die praktische Prüfung findet jeweils vor einem Prüfungsausschuss der Industrie- und Handelskammer Hannover in verschiedenen niedersächsischen Ausbildungsbetrieben statt.

Besonderheiten

Um auch praktische Aspekte mit der fachtheoretischen Ausbildung in der Schule zu verknüpfen führen wir in Zusammenarbeit mit Ausbilderinnen und Ausbildern folgende Projekte durch:

Grundstufe:

  • Reinigungs- und Desinfektions-Projekt
  • Exkursion in die Wildtierauffangstation Sachsenhagen 

Erste Fachstufe:

  • Klauenpflege-Projekt im Wildpark Lüneburger Heide 
  • Transport-Projekt-Tage in Zusammenarbeit mit der Universität Göttingen, der Tierärztlichen Hochschule Hannover, des Erlebniszoos Hannover, des Zoos Osnabrück sowie des Tierheims Langenhagen
  • Wiederkäuertag in Zusammenarbeit mit der Tierärztlichen Hochschule Hannover

Zweite Fachstufe:

  • Praktische Prüfungsvorbereitung im Zoo Hannover zu den Themen Gehegesicherheit und -einrichtung, Fütterung und Transport.
  • Praktische Prüfungsvorbereitung im Zoo Osnabrück zu den Themen Gehegesicherheit und -einrichtung, Fütterung und Transport.
  • Praktische Prüfungsvorbereitung im Tierheim Langenhagen zu den Themen Hundeerziehung, Einrichtung von Tierunterkünften
  • Praktische Prüfungsvorbereitung im Tierheim Braunschweig im Lernfeld Hundeerziehung.
  • Praktische Prüfungsvorbereitung im Deutschen Primatenzentrum in Göttingen zu den Themen Arbeitssicherheit und Gehegeeinrichtung.

Zusätzliche Informationen

Für Haupt- und Realschülerinnen und -schüler beträgt die Ausbildungsdauer in der Regel drei Jahre.

Schülerinnen und Schüler mit Abitur oder abgeschlossener Berufsausbildung können die Ausbildung auf zwei Jahre verkürzen. Ist eine Verkürzung der Ausbildung um ein Jahr bereits zu Beginn des Ausbildungsverhältnisses vereinbart, so starten die Auszubildenden direkt im zweiten Schuljahr (1. Fachstufe).
Im Einzelfall ist auf Antrag eine Verkürzung um ein halbes Jahr möglich.

Die aktuellen Ausbildungsbetriebe können bei den für den jeweiligen Bezirk zuständigen Industrie- und Handelskammern erfragt werden.

Fort- und Weiterbildung

Nach der Ausbildung ist eine Spezialisierung auf bestimmte Tier- oder Haltungsarten möglich. Mit einer Fortbildung zum Tierpflegemeister kannst Du auch einen eigenen Betrieb gründen oder Führungsaufgaben in einem Zoo oder Tierheim oder im Bereich der Tierhaltung und Pflege sowie auch Aufgaben der Personal-, Betriebs- und Arbeitsorganisation übernehmen. Mit der Ausbildereignung darfst Du danach auch selbst Tierpfleger/-innen ausbilden.

Hilfe findest Du bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) Hannover. Ansprechpartnerinnen und -partner für die Aus- und Weiterbildung sowie für Prüfungsangelegenheiten findest Du hier

Aus der Ausbildung

Keyfacts

Schulische Voraussetzungen:
keine

Ausbildungsdauer:
3 Jahre 

Berufsschule:
Standort Hannover-Ahlem

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