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Otzenhausen 2018

Am Sonntag den 04. November 2018 startete die Klasse der einjährigen Fachschule der Justus – von – Liebig Schule vom Hauptbahnhof in Hannover ins Dreiländereck zur Europäischen Akademie Otzenhausen. Begleitet wurden wir von unseren Lehrern Frau Lüntzel und herrn Rasch.Es sollten 5 ereignisreichen Tagen werden, an denen wir verschiedene Themen zur Zukunft junger innovativer Landwirtschaft und verschiedener Perspektiven der Landwirtschaft behandelt haben. Dies geschah in Zusammenarbeit mit der französischen Schule EPLEA Courcelles – Chaussy. Nach anfänglicher Skepsis und einem verhaltenem Umgang zwischen den 28 deutschen und den 12 französischen Schülern entwickelte sich recht zügig ein lockerer, freundschaftlicher aber respektvoller Umgang zwischen den zwei Nationen. Gerade dies sorgte für eine entspannte und vor allem zielorientierte Arbeitsatmosphäre während der verschiedenen Seminare.

Im Vordergrund standen die Perspektiven junger Landwirte. Verschiedene Vorträge mit den Themen „Umbruch in der Agrarpolitik: Junge Landwirte diskutieren länderübergreifende Perspektiven“; „Horizont 2020: Die europäische Landwirtschaft zwischen Produktivität und Nachhaltigkeit“ sowie „Nachhaltigkeit mit der Ressource Wasser: Handlungsoptionen für Landwirte, Firmen und Bürger“ wurden von verschiedenen Referenten gehalten und danach in binationalen Kleingruppen von 5-6 Schülern aufgearbeitet und anschließend den anderen Teilnehmern des Seminars präsentiert.Bild 1

Zum Thema „Horizont 2020: Die europäische Landwirtschaft zwischen Produktivität und Nachhaltigkeit“ wurde ein Planspiel inszeniert bei dem die Schüler verschiedenste Meinungen vertraten, auch wenn diese nicht ihrer eigenen Meinung entsprachen. Dies regte viele zum Nachdenken an und der Blick in die Meinung anderer Parteien wurde für einige nachvollziehbarer. 

Auch Exkursionen zu den verschiedenen Themen fanden statt. Es wurde eine moderne Kläranlange etwas außerhalb besichtigt, sowie das Museum in Schengen,Bild 2

wo der Gruppe das Schengener Abkommen erklärt und veranschaulicht.

 

Am letzten Seminartag besichtigten wir zwei landwirtschaftliche Betriebe mit unterschiedlichen Schwerpunkten:

 

Der erste Betrieb war ein Bioland-Betrieb, der auf solidarische Landwirtschaft setzte.Bild 3

Der zweite Betrieb war ein französischer Milchviehhalter, der sehr auf Öffentlichkeitsarbeit setzte und viel mit Kindern zusammenarbeitete.

Beide Betriebe wurden spannend präsentiert und hinterließen einen bleibenden Eindruck bei uns.

Nach der Besichtigung des zweiten Betriebes trat die französische Gruppe die Heimreise an. Die EFA hingegen besichtigte als Abschluss des Seminars ein Weingut, das nach biologischen Richtlinien bewirtschaftet wird. Die Früchte der Arbeit des Betriebsleiters genossen wir mit einer gemeinsamen Weinprobe und zünftigem Abendessen.

Bild 4Am Samstag wurde früh morgens die Heimreise nach Hannover angetreten.

Eine anstrengende Woche voller anregender Vorträge und Gruppenarbeitsphasen, sowie einigen feucht fröhlichen Abenden lag hinter uns.

Die Fahrt stärkte den Klassenzusammenhalt und einige neue Freundschaften sind entstanden. Die Bedeutung des Umschwungs/ Umdenkens in der modernen Landwirtschaft bezüglich einer nachhaltigen und ressourcenschonenden Wirtschaftsweise wurde den Schülern nahe gelegt. Jeder hat auf seine Weise das für ihn wichtige mit genommen und europäische Agrarpolitik „anfassen“ können.

Abschließend lässt sich sagen, dass Otzenhausen für jeden die Möglichkeit bietet, positive Erfahrungen zu sammeln, die den Weg zum „Staatlich geprüften Wirtschafter“ sehr bereichern.

 

Für die Einjährige Fachschule Agrarwirtschaft 18/19

Clemens Corterier

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