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IPM 2020

Unser Besuch der     IPM2020

Ein Bericht der Klasse 2 BSZ

Auf der IPM 2020 in Essen haben wir in diesem Jahr viele neue Maschinen für den Gartenbaubereich kennengelernt. Es gab neben neuen Rodemaschinen, Etikettierfließbändern und Substratmischmaschinen auch Roboter, die Pflanzen aus Pikierplatten in Töpfe getopft haben. Man kann also sagen, dass auch in dieser Branche immer mehr Tätigkeiten des Gärtners durch Maschinen ersetzt werden.

Außerdem wird zunehmend auf Umweltschutz und Nachhaltigkeit gesetzt. Es gab z.B. neue krankheitsresistente Pflanzen, wodurch der Pestizideinsatz reduziert werden soll. InsektenhotelWeiterhin gab es viele Informationen zur Nützlingsförderung – wie z.B. durch Insektenhotels - und insektenfreundlichen Pflanzen. Allerdings wurde hierbei der Fokus hauptsächlich auf Bienen gelegt und andere Insekten wurden kaum berücksichtigt. Des Weiteren gab es eine Vielzahl an neuen organischen Materialien für Pflanzentöpfe, die durch ihre schnelle Zersetzung hauptsächlich für den Zierpflanzenbau geeignet sind, wie z.B. welche aus Sonnenblumensamenschalen, Papier oder Zellulose.

Eine weitere Neuheit, die vor allem als Kundenmagnet wirkte, war Speiseeis aus Begonien.

Das umweltbewusstere Denken der Gesellschaft spiegelt sich außerdem in recycle- und abbaubaren Töpfen, trockenheitsverträglichen Sorten sowie Substraten ohne Torf wider.

Persönlich hat uns unter anderem die Forschung der Universität in Jena gefallen, da sie mithilfe der „Genschere“ CRISPR-CAS9 die Robustheit der Hortensien gegenüber Botrytis untersuchen. Anhand der Ergebnisse können dann bestimmte Eigenschaften der Pflanzen, unabhängig von der Gattung, für die Züchtung zukunftsbestimmend und wegweisend sein.
Des Weiteren gab es vermehrt Stände, die Möglichkeiten aufgezeigt haben, im Sinne der Natur zu handeln und zu produzieren. Dazu gehört das Erbauen von Insektenhotels, vertikale Begrünungen, biologischer Pflanzenschutz und das Verwenden von organischem Dünger und bestimmten Pilzen, um das allgemeine Bodenleben zu fördern.

Messefazit Staudengärtner

Generell lässt sich sagen, dass der Bereich „Stauden“ auf der IPM 2020 wenig vertreten war. Bei Masterstauden oder beim Staudenring war, dem generellen Trend entsprechend, das Thema „Bienen-/Insektenfreundlichkeit“ groß aufgehängt. Im Pflanzenbereich war für uns wenig Neues dabei. Erwähnenswert an dieser Stelle ist ggf. eine Agapanthus-Sorte (Poppin Purple), die winterhart ist.

Interessant war die Entwicklung im Topfbereich. Es gab Firmen, die biologisch abbaubare Töpfe entwickeln, z.B. aus Sonnenblumenkernen oder Zellulose/Kreide. Für uns als Staudengärtner kommen diese Alternativen allerdings nicht in Frage, weil wir längere Standzeiten haben als z.B. im Zierpflanzenbau. Die beiden großen Topfproduzenten Pöppelmann/TEKU und Göttinger haben auf der Messe beide ihre Töpfe aus 100% Recyclingsmaterial und ohne Carbon-Black-Anteil groß platziert. Wichtig hierbei: Die Töpfe können dadurch von Recyclinganlagen erkannt und dem Recyclingkreislauf wieder zugeführt werden und landen nicht in der Müllverbrennungsanlage.

Es ist also erkennbar, dass Nachhaltigkeit nach wie vor der Trend ist und auch zukünftig hochrelevant sein wird. Da Stauden an sich schon das Potential zur Nachhaltigkeit haben, haben sie eine besondere Chance im Bezug auf Klimawandel/ökologischen Wert erfolgreich vermarktet zu werden.

Fazit der Zierpflanzengärtner

Wenn man durch die Hallen der IPM geht, fällt eines sofort auf: dass Nachhaltigkeit sowie Umweltfreundlichkeit Bienenfreundlichkeit ist mittlerweile ein fest verankertes Thema ist. Ob Töpfe aus Sonnenblumenschalen oder ungefüllte Rosen und trockenheits-tolerierender Bäume, es ist für jede Fachsparte etwas dabei.

Besonders auffällig war im Pflanzenversand die Neuheit der Ummantelungsart der CC-Container. Hierbei wird komplett auf die Schrumpffolie verzichtet, dafür werden Kleid- Werke aus Flaggen ähnliches Material was immer wieder verwendet werden kann. Was im Zierpflanzenbau sehr gefragt waren Mediterrane Pflanzen wie Olivenbäume oder Zitronen sowie Mandarinenbäume und Bromeliengewächse. Wie jedes Jahr vertreten natürlich auch unzählige Arten von Orchideen. Im Pflanzenschutz tut sich einiges auf biologischer Ebene zum Beispiel gibt es eine neue Nematodenart die die Schädlinge befällt, die früher keiner bekämpfen konnte (Maikäfer und Engerlinge anderer Blatthornkäfer). Bei den Substraten gab es sonst keine Neuheiten. Im Großen und Ganzen gab es viele Interessante Themen, viele Neuheiten und eine Menge zu lernen.

Was den Baumschulern auffiel:

Uns beeindruckte am meisten der Kiri-Baum (Paulowina). Es ist der am schnellsten wachsende Baum der Welt.

Der Blauglockenbaum ist in Zentral- und Westchina beheimatet. Der Baum stellt keine besonderen Ansprüche an den Boden; er bevorzugt nicht zu arme, mäßig trockene Böden. Ein warmer, windgeschützter Standort in sonniger Lage ist wichtig für den Blauglockenbaum

Im ersten Jahr wächst er bis zu 6m. Und entwickelt innerhalb kurzer Zeit einen Stammdurchmesser von 40cm.

Die Blätter sind bis zu 1,20m groß. Das Holz gilt als Aluminium der Hölzer. Da es extrem leicht ist. Das Holz des Kiri-Baums ist vielseitig einsetzbar. Das Holz ist leicht, schwer entflammbar, es isoliert gegen niedrige Temperaturen, ist trotz der hohen Wachstumsraten vergleichsweise stabil und optisch ansprechend. Zum Beispiel im Bootsbau, Musikinstrumentenbau und Leichtbau.

Fazit

Abschließend lässt sich also festhalten, dass die IPM in Essen uns in unserem persönlichen Dasein als Gärtner bestärkt hat, uns nochmal die Zusammenhänge und Wechselwirkungen zwischen Mensch und Natur näher gebracht, sowie uns Dinge gezeigt hat, die wir so noch gar nicht kannten.

Trotzdem würden wir uns wünschen, dass mehr natürliche Produkte angeboten werden, dass das Denken der Produzenten sich ändert, sich aber vor allem die Gesellschaft verändert und Pflanzen einen höheren Stellenwert beimisst.

Alles in allem: ES hat sich gelohnt!

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